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21. November 2011

Rechtsanwalt Torsten SonnebornRICHTERLICHE MEDIATION IM BEZIRK DES LAG HAMM

Beitrag verfasst von:
Rechtsanwalt Torsten Sonneborn


Seit dem 02.11.2011 sind im Bezirk des Landesarbeitsgerichts (LAG) Hamm zwei Mediationszentren an den Arbeitsgerichten Bochum und Herford eingerichtet. Das Mediationszentrum bei dem Arbeitsgericht Bochum ist zuständig für die Mediation von Verfahren, die vor den Arbeitsgerichten Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen oder Herne anhängig sind. Das Mediationszentrum bei dem Arbeitsgericht Herford ist zuständig für die Mediation von Verfahren, die bei den Arbeitsgerichten Bielefeld, Detmold, Herford, Minden oder Paderborn anhängig sind. Die Parteien können auf professionelle richterliche Mediatoren zurückgreifen.

Mediation ist ein freiwilliges Verfahren. Ein ausgebildeter richterlicher Mediator unterstützt die Konfliktparteien in einer nicht-öffentlichen Verhandlung dabei, ihren Konflikt selbständig zu lösen. Im Mittelpunkt stehen die Parteien und das, was sie zu sagen haben. Es geht nicht darum, wer „Schuld“ hat und welche Verantwortung daraus folgt, sondern darum, wie es „weitergehen“ kann. In der Mediation werden die Hintergründe des Konflikts und die Interessen der Parteien betrachtet, um eine sinnvolle, faire und einvernehmliche Lösung zu entwickeln. Die Beteiligten bestimmen selbst, wie der Konflikt beigelegt wird.

Im Bezirk des Landesarbeitsgerichts Hamm gibt es ein Mediatorenteam aus Richterinnen und Richtern, die Sie bei der Suche nach Ihrer eigenen Lösung unterstützen. Zu diesem Team gehören Frau Direktorin des Arbeitsgerichts Nixdorf-Hengsbach, Herr Richter am Arbeitsgericht Nierhoff und Herr Richter Dr. Strybny (Mediationszentrum Bochum) sowie Frau Richterin am Arbeitsgericht Kania, Herr Direktor des Arbeitsgerichts Kleveman und Herr Richter Dr. Müntefering (Mediationszentrum Herford). Entscheiden sich die Parteien für die Durchführung der Mediation, wird der Rechtsstreit terminlos gestellt. Die Geschäftsstelle für Mediation am jeweiligen Mediationszentrum bestimmt den zuständigen Mediator oder die zuständige Mediatorin. Mit den Parteien wird dann ein zeitnaher Mediationstermin vereinbart. Ziel der Mediation ist es, eine Konfliktlösung zu erreichen, die sich an den Bedürfnissen der Parteien orientiert und zu dauerhafter Zufriedenheit führt. Die gefundene Lösung kann in einer Mediationsvereinbarung verbindlich festgeschrieben werden. Scheitert die Mediation, so spielt das für den Ausgang des Rechtsstreits keine Rolle. Mediationsgebühren seitens des Gerichts fallen nicht an
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Es bleibt zu hoffen, dass die neu eingerichteten Mediationszentren erfolgreich arbeiten und bald auch in anderen Arbeitsgerichtsbezirken (z.B. bei den Arbeitsgerichten Hagen, Iserlohn, Siegen u.s.w.) auf dieses interessanten Angebot der Streitschlichtung zurückgegriffen werden kann.

Stichwörter: Arbeitsrecht, richterliche Mediation, Landesarbeitsgerichtsbezirk Hamm.

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