Anwaltsbloh         



19. Januar 2011

Rechtsanwalt Dirk LöberIM VORDERGRUND MUSS DIE THERAPIE STEHEN!

Beitrag verfasst von:
Rechtsanwalt Dirk Löber


Einer meiner Mandanten, ein 33-jähriger, alkoholkranker Mann
wurde gestern vom Landgericht Hagen wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Dann Mann hatte seinen Stiefvater schwer misshandelt. Er verletzte diesen u.a. mit einem ausgerissenen Tischbein und Messern. Zum Tatzeitpunkt war der Angeklagte schwer alkoholisiert.

Trotz einer Blutalkoholkonzentration von 2,5 Promille ging der Staatsanwalt davon aus, dass volle Schuldfähigkeit vorgelegen habe. Meine Einwände gegen diese These blieben zum Glück nicht ungehört. Das Gericht ging in seiner Entscheidung nur von einer eingeschränkten Schuldfähigkeit aus und verhängte eine vergleichsweise milde Strafe, wenn man bedenkt, wie massiv die körperlichen Misshandlungen waren.

Mein Mandant wird sich nun in erster Linie darum kümmern müssen, sei Alkoholproblem in den Griff zu bekommen.

In der Westfälischen Rundschau und den Lüdenscheider Nachrichten wurde heute über diesen Aufsehen erregenden Fall wie folgt berichtet:

WR19012011

Gewaltorgie

Landgericht Hagen, Urteil vom 18.01.2011 - 41 KLs-400 Js 223/10-22/10

Stichwörter: Strafrecht, Schuldfähigkeit, Alkohol, Blutalkoholkonzentration, gefährliche Körperverletzung, Landgericht Hagen.

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