Anwaltsbloh         



25. Juni 2011

Rechtsanwalt Dirk LöberSHAKEN-BABY-PROZESS ZU DEN AKTEN GELEGT!

Beitrag verfasst von:
Rechtsanwalt Dirk Löber


An dieser Stelle hatte ich bereits mehrfach über den Schüttelbaby-Prozess berichtet, der in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen sorgte. Im Monat Januar 2011 endete das erstinstanzliche Verfahren mit einem Freispruch meiner Mandantin, der vorgeworfen wurde, durch heftiges Schütteln ihres Sohnes ein sog. Schütteltrauma
verursacht zu haben [Blogeintrag lesen]. Weil die Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Amtsgerichts Lüdenscheid Berufung eingelegt hat, musste sich nun die Berufungskammer das Landgerichts Hagen mit dem Fall befassen.

Die zuständige Kammer sah den Vorwurf der Misshandlung Schutzbefohlener ebenfalls als nicht erwiesen an und kam zu dem Ergebnis, dass meiner Mandantin nur eine fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen werden könne. Das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt. Mit dieser Entscheidung kann die Verteidigung gut leben. Meiner Mandantin war es in erster Linie wichtig zu beweisen, dass sie ihren Sohn nicht absichtlich verletzt hat. Dies ergibt sich auch aus dem Bericht der Westfälischen Rundschau vom heutigen Tage:

shaken-baby 

Stichwörter: Strafrecht, Shaken-Baby, Berufung, fahrlässige Körperverletzung.

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